NERDHAVEN

...willkommen im Club.

Review: V wie Vendetta

In einem totalitär geführten Großbritannien herrschen Unterdrückung von Dissidenten und Homosexuellen, faschistisches Gedankengut und Zensur sowie eine komplette Kontrolle der sehr einflussreichen Medien durch die Landesführung, die einen – sich religiöser Inszenierung bedienenden – autokratischen Führer hat: Großkanzler und Nordfeuer-Parteichef Adam Sutler. Ein unbekannter maskierter Mann namens V widersetzt sich der Führung, indem er führende Mitglieder des Regimes tötet. Wie sich gegen Ende des Filmes herausstellt, ist er der einzige Überlebende eines früheren Zwangsexperiments an „abweichenden“ Teilen der Bevölkerung zur Erforschung einer Viruskultur, die zur Machtübernahme der Führungsriege letztendlich gegen die Bevölkerung eingesetzt worden ist. Unter den Opfern Vs, der eine Guy-Fawkes-Maske trägt und in seiner Sprache motivisch die Gunpowder Treason nutzt, um seine Rache an der Führungsriege zu unterstreichen, befinden sich vornehmlich die Leiter der Gefangenenanstalt, in der die Experimente durchgeführt wurden, und die mittlerweile allesamt hohe Posten bekleiden bzw. Teile der Führung sind.
Bei einer seiner Aktionen rettet V der jungen Evey das Leben. V nimmt sie mit sich in sein Versteck, wo sie seine Sammlung von kulturellen Gegenständen, die von der Zensurbehörde verboten wurden, bestaunt. V hat durch Übernahme der Medien am 5. November (dem Tag der Gunpowder Treason) des Vorjahres die unterdrückte, aber noch verblendete Bevölkerung zu einem Aufstand am 5. November des aktuellen Jahres aufgerufen. Durch seine Aktionen begünstigt er die Aufklärung der Bevölkerung über die Hintergründe der Landesführung, so dass der Aufstand zum Ende des Filmes tatsächlich stattfindet.

Fazit: Ist ja schon irgendwie strange der Film, erinnert mich persönlich ein klein wenig an Sin City, was natürlich daran liegen könnte das beides Comicverfilmungen sind, aber die Machart ist doch deutlich unterschiedlich. V als Kung Fu-Zorro macht Miho jedenfalls durchaus Konkurrenz.

Da ich den Film erst vor wenigen Tagen gesehen habe, betrachte ich ihn natürlich unter den aktuellen Geschehnissen in unserer Politik und erkenne furchtbare Paralellen. Klar zeigt der Film eine äußerst extreme Zukunft, eine Zukunft die wir uns heute noch nicht vorstellen können, aber die Grundsteine für diese Zukunft werden ja bereits fleissig gelegt.

Kurz und knapp, der Film ist sehenswert, durchaus auch ein zweites mal, aber an Sin City reicht er nicht heran.

Keine Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Die Verwendung folgender HTML Tags und Attribute ist möglich: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Werbung

Wir verwenden Cookies, um Zugriffe auf unsere Website zu analysieren und Anzeigen zu personalisieren. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Nutzung unserer Website an unsere Partner für Werbung und Analysen weiter. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen