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Flößerfest in Neuenbürg

In meinen Jugendtagen war das, alle zwei Jahre stattfindende, Neuenbürger Flößerfest die Touristenattraktion schlechthin. Neben unzähligen Möglichkeiten was gegen Hunger und Durst zu tun gab es Fahrattraktionen für die Kids, ne Schießbude, immer den ein oder anderen fahrenden Händler und auch mal ne Modellschiffausstellung. Zusätzlich noch Highlights in Form einer Fallschirmspringerstaffel, einem Fakir oder Motorradakrobatik auf einem über die Enz gespannten Seil. Ort des Geschehens war immer die Flößerstrasse, wie es sich für das Flößerfest gehört, und das zum Fest gehörige Floß lag vorher wochenlang gut sichtbar in der Enz vor Anker und diente als hervorragende Werbeplattform für das anstehende Fest.

Letzten Samstag, gegen Abend, war ich dann nach langer Zeit mal wieder dort und war zugegebenermaßen etwas entäuscht. Das Floß hat man bis zu seinem Einsatz irgendwo in der Nähe unseres Freibades versteckt und das eigentliche Fest wurde bereits vor einigen Jahren auf den Marktplatz verlegt, vermutlich weil das der zwischenzeitlich einzige noch herzeigbare Fleck in unserer Stadt ist. Das letzte bißchen Flößerfeeling sollte dann wohl ein großes Zelt auf einem, mit Schotter versehenen, Parkplatz in Flußnähe rüberbringen (nach dem Abend sahen meine Schuhe aus wie Sau). Für musikalische Unterhaltung sorgten zwei Rockbands, das Aktionsprogramm gab eine Floßfahrt, das Jugendflößen und eine Nachtfloßfahrt sowie ein abschließendes Feuerwerk her. Außerhalb dieses Aktionsprogrammes gab es nichts und so konnte man sich aufkommende Langeweile wirklich nur mit essen und trinken vertreiben. Wobei auch das nur unter erschwerten Bedingungen möglich war, denn meine Versuche am frühen Abend wenigstens noch ne Waffel zu ergattern scheiterten an mangelndem Teigvorrat. Crepés gabs nur Sonntags, dafür dann keine Waffeln, Sparprogramm deluxe.

Das einzig positive für mich waren die wirklich moderaten Preise und die Mühe der Flößer dem ganzen wenigstens noch ein wenig Flößerfestfeeling zu verpassen, was, angesichts des fehlenden Ambientes, auch kein leichter Job war.

Spass hatte ich an dem Abend zugegebenermaßen trotzdem, ich sach nur gute Freunde und reichlich Alkohol. 😀

Nach dem Klick auf „weiterlesen“ gibts noch ein paar Fotos.

Das Floß und das Parkplatzfestzelt

Auftritt einer Rockband aus Pforzheim

Die Nachtfloßfahrt

Giovanni und Leo

Viktoria und Anna

2 Kommentare

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2 thoughts on “Flößerfest in Neuenbürg”

  1. Peter sagt:

    Hallo aus Neuenbürg!
    Zunächst einmal finde ich es toll, dasss du etwas über das Traditionsfest in Neuenbürg geschrieben hast. Leider habe ich es erst jetzt entdeckt.
    Einige Anmerkungen zu dem Geschriebenen seien erlaubt.
    Ja, das Fest wurde verlagert und der alte Platz war wirklich auch sehr schön – es gab übrigens verschiedene vorherige Plätze; einer war noch schräg gegenüber von der alten Turnhalle, die es heute nicht mehr gibt.
    Der alte Platz wurde schlichtweg zu klein, zudem gab es Anwohner, die leider vehement gegen einige Dinge opponierten, die so en Fest eben mit sich bringt.. Dafür konnte und kann man am der neuen Stelle auf zwei Bühnen alternative Programme anbieten, z. B. eine Oldie Night („moonlights“) im Zelt und Rock am Marktplatz („incorrect“). Auf dem Marktplatz wurden bereits 2010 sonntags orginal Wieden hergestellt von den Calmbachern Flößern, ein betagter Schindelmacher zeigte sein altes Handwerk, das heute kaum mehr einer baherrscht (leider musste er in diesem Jahr aus ges, Gründen absagen), es wurde gezeigt, wie Stammholz von Hand gesägt wird, es gab einen Film über die alte Flößerei, Kinder konnten auf dem Floß mitfahren und in diesem Jahr auch noch kleine Flße basteln und zum Schwimmen bringen. Von den „großen“ Programmpunkten habe ich nicht gesprochen, sie stehen alle auf der Homepage der Flößerfestseite.
    Also doch lieber mal wieder vorbeischauen, wobei es bei den riesigen Aufwand , der im Hintergrund zu leisten ist (Genehmigungen, Auflagen, etc,), es nicht klar ist, ob das Fest nochmals in dieser Größenordnung stattfinden wird.
    Beste Grüße aus der Heimat
    Peter

  2. Denis sagt:

    Viele der genannten Punkte kann ich nachvollziehen, aber warum man das Floß irgendwo draussen in der Nähe des Freibads geparkt hat, anstatt wie früher, gut sichtbar, in der Enz bei der Wildbader Strasse, erschliesst sich mir absolut nicht.
    Ich vermisse auch ein wenig die früher vorhandene Kirmesatmosphäre, ein kleiner Wagen mit Süßigkeiten, eine Schießbude und vielleicht noch etwas für die Kleinen und schon hätte man eine, in meinen Augen, doch erhebliche Aufwertung.

    Auf jeden Fall ziehe ich meinen Hut vor der organisatorischen Leistung die ja quasi ausschließlich Ehrenamtllich erbracht wird und das Angebot an Speisen war beim letzten Flößerfest, bei sehr guter Qualität, auch bestens.

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