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Maxpedition Jumbo Versipack Review

Ich wollte ja schon ewig mal ein Review über meine, nun ehemalige, EDC Tasche schreiben. Die Fotos in diesem Review habe ich kurz vor dem Verkauf gemacht, daher leider ohne Bestückung, aber ich denke die Fotos genügen um sich einen Eindruck zu verschaffen. Der leicht lila Farbton in manchen Fotos kommt vom Blitz, ich hätte die Fotos lieber bei natürlichem Licht gemacht, aber wie gesagt, war halt kurz vor knapp.

Es handelt sich bei dem gezeigten Modell übrigens um die Version von Mitte 2009, ein paar meiner Kritikpunkte wurden bei den aktuellen Modellen schon behoben.

Auf dem Klettflausch des Deckelfaches und unterhalb des Reissverschlusses lassen sich diverse Klettpatches anbringen. Die vorige Version des Jumbos hatte auf dem Deckelfach noch ein PALS Webbing, was ich persönlich praktischer fand.

Das vordere Reissverschlußfach für kleine Gegenstände wie Labello und USB Stick.

Im Deckelfach lassen sich ganz gut eine Sonnenbrille, ein Bandana oder ein kleines Erstes Hilfe Set unterbringen.

Dieses Fach dient hauptsächlich dem verdeckten führen einer Schusswaffe (CCW), die beiden breiten Klettflauschstreifen sorgen dafür das sich ein ein entsprechendes Holster fixieren lässt. In unseren Breitengraden wird man das Fach wohl eher für flache Gegenstände wie kleine Broschüren oder Kartenmaterial verwenden oder es mit Maxpedition Hook-and-Loop Accessories ausstatten.

Die PALS Streifen an der Seitentasche sind eine der Stellen an denen sich der Jumbo mittels diverser Modulartaschen erweitern lässt. Problematisch ist hier die fehlende Steifigkeit der Tasche und die Überbreite der einzelnen Webbingstreifen, was dazu führt das darauf angebrachte Taschen (in meinem Fall waren es zwei 4″ Flashlight Sheaths) relativ labberig im 30° Winkel runterhängen was ein einhändiges öffnen der Sheaths erheblich erschwert. Das kann einen stören, muß aber nicht. Lösen bzw. entschärfen könnte Maxpedition dieses Problem indem man die PALS Streifen massgerecht links und rechts abnäht und den unteren Bereich der Seitentasche geringfügig verstärkt.

So sieht die Seitentasche von innen aus. Ich hatte darin eine Packung Taschentücher, eine Taschenlampe und in der kleinen hinteren Unterteilung ein Multitool und ein Klicklicht. Hinter der Reissverschlusstasche befindet sich ebenfalls noch ein nach oben offenes Fach.

Nach dem öffnen des Deckels.

Fach für kleine flache Dinge.

Vordere Reissverschlusstasche mit Keyper und Netzunterteilung.

Das Hauptfach mit einem eher strammen Netzfach hinten und einem etwas größeren Fach vorne. Wie man sieht ist das Hauptfach eher klein und daher ist der Jumbo auch weniger gut geeignet um Einkäufe in ihm unterzubringen. Was man unbedingt noch wissen sollte ist die Tatsache das je nach Füllungsgrad der vorderen, hinteren und der Seitentasche diese ins Hauptfach drücken. Hat man also im hinteren Fach z.B. seinen dicken Geldbeutel, drücken dessen Konturen ins Hauptfach und schränken dort den Platz ein. So kann es vorkommen das ihr nichts im Hauptfach habt, aber trotzdem nichtmal mehr ein dickes Buch reinbekommt.

Der Schneekragen in geschlossenem Zustand. Die einen lieben ihn, weil er Flüssiges sehr gut draussen hält, andere hassen ihn weil er den Zugriff auf das Hauptfach erschwert. In meinem Fall war es eine Mischung aus beidem. Wenn es regnete war ich froh ihn zu haben und in der restlichen Zeit war er der berühmte pain in the ass.

Ich hab ihn übrigens in den seltensten Fällen mit der Kordel geschlossen, meistens hab ich obige Falttechnik verwendet. 😉

Die Wasserflaschentasche. Groß genug eine 1 Liter Nalgene Bottle zu fassen aber genauso tauglich als Regenschirmhalter für einen Taschenschirm.

Wenn man sie nicht benötigt lässt sich die Wasserflaschentasche komprimieren.

So sieht das gute Stück von unten aus. Mit der Verschlusslasche lässt sich der Jumbo komprimieren und an dem Webbing kann man mittels Paracord oder Riemen eine Windjacke oder, für die Fotografen, ein kleines Stativ (z.B. Gorillapod) anbringen. Nicht zu sehen, da durch die Verschlusslasche verdeckt, ist die kleine Drainageöffnung die, falls doch mal irgendwie Flüssigkeit ins innere gelangt, einen Abfluss selbiger ermöglichen soll.

Die Rückseite des Jumbos. Die Polsterung ist hervorragend und zeigte bei mir nach über einem halben Jahr keine wesentlichen Abnutzungserscheinungen. Ich habe hier die Gürtelschlaufe recht frühzeitig entfernt da mir das Teil die Klamotten aufgerieben hat.

Das hintere PALS Webbing mit dem, oben noch in Ansätzen erkennbaren, Keyper. Ich selbst habe es nie benutzt, hab mir aber sagen lassen das sich dort nur ziemlich kleine Taschen anbringen lassen da größere Taschen am Deckelfach des Jumbos reiben, was mit der Zeit, beidseits, Spuren am Material hinterlässt.

Am vorderen PALS Webbing lässt sich recht gut eine Handy-/GPS-Tasche und/oder diverse Karabiner anbringen.

Zusammenfassend würde ich sagen das der Jumbo eine tolle „Man-Purse“ abgibt man aber mit der ein oder anderen kleinen Einschränkung leben muß. Das Problem mit der unpraktischen Gürtelschlaufe wurde in der aktuellen Version des Jumbos sehr elegant behoben und einen Tragegriff hat ihm Maxpedition nun auch spendiert.

Was mich letztendlich dazu bewogen hat meinen Jumbo zu verkaufen war die Tatsache das er mir immer das berühmte winzige Stückchen zu klein war, mir der Deckel mit dem Schneekragen mit der Zeit auf den Zeiger ging, und mir einfach Möglichkeiten Kleinkram wie USB-Stick, Ersatzbatterien oder Feuerzeug ordentlich zu verstauen fehlten. Zumindest der letzte Kritikpunkt liese sich durch ein leicht größeres Deckelfach mit Gummischlaufen recht einfach beheben aber ich denke dieses Feature wird dem Collossus und Mongo vorbehalten bleiben.

Ob der Jumbo sein Geld wert ist? Ja, definitiv, denn das Design, die Verarbeitung und die Durchdachtheit sind einzigartig und jeden Cent wert.

Ob ich mir den Jumbo mit meinem heutigen Wissen wieder kaufen würde? Ja, vorausgesetzt es gäbe für mich persönlich keine besseren Alternativen wie den Collossus (da folgt auch noch ein Review).

Zu kaufen gibts die aktuelle Version des Jumbo Versipacks bei Maxpedition.de. Dort findet ihr auch weitere Versionen wie den Jumbo E.D.C., L.E.O. oder K.I.S.S..

2 Kommentare

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2 thoughts on “Maxpedition Jumbo Versipack Review”

  1. Andreas Weinberger sagt:

    Guter Beitrag – das „Kragenproblem“ kann man aber glaub ich dadurch lösen, dass man ihn einfach nach innen gestülpt lässt.

  2. Denis sagt:

    Ja, das Problem ist nur das sich das Hauptfach eigentlich immer an den Seiten rausdrückt, was man auf dem zweiten Foto von oben ganz gut sieht. Stülpt man den Schneekragen also nach innen, kann man an diesen Stellen ins Hauptfach schauen/greifen.

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